Unsinn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 09. August 2009 um 13:49 Uhr

Der Unsinn der Jagd

Das für Tiergesundheit in Deutschland zuständige Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Ostsee-Insel Riems indessen hält eine so intensive Bejagung von Rotfüchsen wie derzeit – zuletzt 430.000 bis 600.000 Tiere pro Jahr – für extrem überzogen. FLI-Sprecherin Elke Reinking weist auf eine Richtlinie der Europäischen Union zur Tollwut-Kontrolle hin: „Danach sollen pro Jahr acht Füchse je 100 Quadratkilometer geschossen werden.“ Die Weltgesundheitsorganisation empfehle sogar nur halb so viele. Selbst nach der EU-Vorgabe wären das in Deutschland nicht einmal 3600 jährlich zu erlegende Füchse, also nicht einmal 0.7 Prozent jener 534.000 Tiere, die im Jagdjahr 20007/2008 zur Strecke gebracht wurden.
Die Vorsitzende des Ökologische Jagd-Vereins (ÖJV) Elisabeth Emmert hält die Fuchsjagd nicht einmal  für kein geeignetes Mittel zur Tollwut-Kontrolle – im Gegenteil. Das Bejagen könne die Tollwut sogar verbreiten helfen, weil Füchse mehr umherwanderten, wenn sie heftig bejagt würden. „Sie bleiben dann oft nicht in ihren Revieren“, sagt Emmert. So steige das Risiko, dass sie auf ihrer Wanderschaft andere Füchse anstecken. Die Fuchsjagd als Mittel zum Eindämmen der Tollwut sei „Unsinn und eine Schutzbehauptung“.

 

www.welt.de/die-welt/wissen/article4240220/Ungeliebter-Fuchs.html

http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4240219/Infektionsquelle-Fuchs.html

 
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